22.09.2009-al
Strom braucht das Land und davon immer mehr. Welchen Anbieter soll man wählen? Ist es der KW/h Preis allein oder spielen Umweltgedanken eine Rolle bei der Wahl des Stromanbieters? Gerade wieder in der Diskussion sind Planungen über neue AKWs statt Energie aus Wind-, Sonne- und Wasserkraft. Wenn Sie als Stromkunde auch nur ein kleines Rädchen im machtvoll kontrollierten Strommarkt sind, so können Sie doch alle Gesetze für sich nutzen und zum Missfallen der Stromanbieter jährlich wechseln, ganz wie es Ihnen passt. Holen Sie jeden Cent heraus und handeln Sie trotzdem grün (sog. Öko Strom).
1. Wieviel Kilowattstunden Strom verbrauchen Sie? Von der Antwort hängt es stark ab, welchen Anbieter Sie wählen sollten. Die Staffelungen für Rabatte sind teilweise schwer vergleichbar. Dennoch, Sie benötigen den Eigenverbrauch als Zahl. Können Sie eventuell noch Strom sparen? Rechnen Sie den Verbrauch unter optimierten Verbrauchsbedingungen nochmals durch. Denken Sie aber daran, dass die Neuanschaffung von Leuchtmitteln und neue Geräte auch Geld kosten und zumindest im Jahr der Anschaffung die Kosten in die Höhe treiben können. Wann amortisieren sich die neuen sparsameren Geräte? Bauen Sie günstige Bewegungsmelder und Zeitschalter ein, um vergessene Lichtschalter automatisch auf Aus zu schalten.
2. Wie sehen die Staffelungen zur Berechnung aus? Gibt es eine Jahres-Grundgebühr plus anfallende KW/h? Wie setzt sich der Jahres-Strompreis zusammen?
3. Welche Mindestlaufzeit besteht? Interessant ist u. U., den Strommarkt ständig zu beobachten und auch jährlich den Anbieter zu wechseln. Je kürzer die Vertragslaufzeit, desto besser. Es könnte aber sein, dass die höhere Flexibilität beim Kunden durch teurere Tarife erkauft werden muss.
4. Wie einfach und reibungslos funktioniert der Wechsel zu einem anderen Anbieter? Was nützt Ihnen ein Stromvertrag, wenn der Wechsel zum Desaster wird und Sie womöglich vorübergehend ohne Strom im Dunkeln sitzen? Ob es jemals dazu kommt, ist zwar fraglich. Dennoch ist zu klären, dass der Wechsel ohne Unterbrechungen der Stromlieferung über die Bühne geht.
5. Sind die Kosten transparent? Zum Glück schreibt der Gesetzgeber zahlreiche Pflichten für die Stromanbieter vor, so dass Sie umfassende Informationen von Anbieter erhalten können. Wichtig ist, dass von Beginn des Vertragverhältnisses an alle wichtigen Verbrauchsdaten klar ersichtlich sind. Nur so können Sie schnell vergleichen und gegebenenfalls Ihren Stromverbrauch unter die Lupe nehmen oder Sparmaßnahmen einleiten.
6. Gibt es versteckte Vertragsbedingungen, die Ihnen später im Weg stehen könnten? Es bleibt Ihnen wohl nicht erspart, auch einmal einen detaillierten Blick in die Vertragsbedingungen zu werfen. Hilfestellungen könnten Sie auch von Verbraucherschutz Organisaionen erhalten. Diese haben oft auch schon einschlägige Kenntnisse zu bestimmtnen Stromanbietern.
7. Wie wird der Strom gewonnen? Von der Steckdose aus betrachtet ist Strom gleich Strom. Sie gehen aber weiter und möchten ein Zeichen für die Umwelt setzen? Da sind Sie nicht alleine. Lassen Sie sich erläutern, wie der Strom gewonnen wird. Strom aus erneuerbaren Energien zu verwenden, ist nicht nur in Mode, sondern macht auch in jeder Hinsicht Sinn. Zur Verfügung stehen Wasserkraft (Stauseen, Flüsse), Gezeitenkraft (Nord- und Ostseeküste), Windkraft (Windparks an den nördlichen Küstenstreifen und der Hochsee) und nicht zuletzt die Solarenergie.
8. Übernimmt der neue Anbieter die Formalitäten für den Wechsel? Es spart Ihnen viel Zeit und evtl. Ärger. Wenn ein anderer Anbieter Sie als Kunden haben möchten, sollte er den Vertragswechsel ünterstützen.
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